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... Alles woran ich glaubte, rinte meine Beine herab ...

Damals, da warst du so viel für mich. Du warst da, als mich viel verlassen hat. Du warst da, als alles einstürze.
- Du gabst mir Halt.
Ich wusste, dass ich trotz allem jemanden habe, der mich akzeptiert wie ich bin, mich in den Arm nahm.
Im Nachhinein musste ich feststellen, dass alles eine einzige Lüge war. Du wusstest, dass ich verletzbar war. Ich habe mich darauf eingelassen. Ich habe dir jedes mal mein Leid und meine Angst geklagt und was war? Du hast mich benutzt.
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Einmal wolltest du feiern gehen, du wusstest, dass ich das nicht mochte. Trotzdem konntest du mich davon überzeugen. Ich dachte, dass es nur bergauf gehen konnte.
Also ging ich mit dir dorthin, traf viele alte Freunde. Ich habe mich amüsiert, habe dich gelobt und dachte, ich hätte bisher wirklich etwas verpasst. Dann traf ich jemanden, mit dem ich vor Jahren viel gemacht habe. Er War nett und war immer noch so drauf wie damals, was mir gefiel. Er spendierte mir einen Drink und wir unterhielten uns. Von dir war zu dem Zeitpunkt keine Spur mehr.
Das war das letzte, an was ich mich erinnern konnte. Danach fehlen Stücke.
Nach über einer Stunde war ich endlich bei dir angekommen. Du warst Zuhause und meintest, ich War plötzlich weg und deswegen wäre er schon nachhause. Ich habe es nicht verstanden.., doch ich musste mich hinlegen. Ich schlief sehr lange und du warst für mich da.
Tage vergingen, du hast dich gekümmert. Du wusstest, dass ich das jetzt brauche. Letztendlich musste ich gehen, Schmerzen hatte ich immer noch, aber du, du wusstest natürlich nichts.
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Nach 2 Wochen und mit schwerer Last auf meinen Schultern, trafen wir uns wieder. Das war zu der Zeit, als ich eine Trennung verarbeiten musste. Ich habe gehofft, dass ich mich ablenken konnte. Durch dich. Aber es hat sich so falsch angefühlt. Du hast dich so falsch angefühlt. Es ging nicht lange, da zog ich einen Schlussstrich. Ich habe gemerkt, dass es den seelischen Schmerz, in mir, nicht fort tragen kann.
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Ja, ich habe zu dieser Zeit sehr gelitten. Ich habe viel geweint, musste stark mit mir und mit dem Wort "Liebe" kämpfen.
Letztendlich hast du mich benutzt, du wusstest was dein Freund getan hat. Ich verlor alles dir gegenüber. Ich entwickelte Hass, ich wollte, dass du gehst, für immer. Du hast nie gewusst, was du mir angetan hast. Und diese Narben brennen heute immer noch.
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Ich habe immer noch Momente, an denen ich alles vor mir sehe, obwohl ich das damals nicht konnte. Du hast mich geschädigt, IHR habt mich venichtet.
Du hast die Fähigkeit zerstört, jemanden wieder richtig an mich ran zu lassen.
Der Schmerz wird groß, Brust wird schwer. Das Atmen strengt an, da es sich anfühlt, als ob jemand gegen deinen Brustkorb drückt.
Es ist dunkel, wir haben 2 Uhr nachts. Du sitze mit leerem Blick auf dem Bett und starrst die Wand an. Nichts wird erhellt, weder optisch noch gedanklich. Du spürst, wie du die Tränen langsam nicht mehr zurück halten kannst und sie kullern über deine Wangen. Der Schmerz macht sich bemerkbar und du kannst nichts dagegen tun. Der Schmerz ist heute nach da, er ist dein treuer Begleiter. Der Schmerz ist das Einzige, was dich nie verlassen wird, bis zu deinem Tod. 
Atmen wird immer schwerer.
Du fragst dich; wieso du hier bist, wieso du nicht gehst. Würdest du, wenn du könntest? - Du kennst deine Antwort, du sprichst sie nicht aus. Denn du spürst die Antwort in deinem Körper.
Langsam kommen die Stimmen, nein sie waren schon immer da. Nur jetzt schreien sie. Du fragst sie, was du bist. Sie antworten dir mit ,,nutzlos, unbedeutend, hässlich, fett, abstoßend, nicht liebenswert, enttäuschend". Du willst bedeutend sein? Du willst Nutzen verspüren? Der Schmerz soll enden? Dann gehe, GEH!" Dann waren sie weg. Nun fängt an, die Angst dich heimzusuchen. Jeden Moment könnte jemand vor die stehen und dich töten, qualvoller als du dir nur vorstellen kannst. Du versteckst dich nicht, weil du sterben möchtest. Angst vor der Grausamkeit ist zwar da, aber Hauptsache Erlösung. 
Blick auf die Uhr - 03:28 Uhr, wirst langsam schläfrig. Du betest, dass es das letzte Mal sein wird, dann schließen sich die Augen. 



Du fehlst mir, mehr als du dir auch nur vorstellen kannst.
Ich hätte dich gerne bei mir. Ich könnte in deine Augen schauen, die ich so sehr liebe. Sie scheinen so schön, wenn du mich ansiehst. Oder dir durch die Haare gehen, denn sie sind so schön und weich. So wie deine Lippen. Dieses wunderschöne Gesicht umhaucht mit diesem schönen Körper. Dieser begehrenswerte Mensch ist der Mensch, den ich liebe. Ich könnte mich glatt verlieben, wäre es nicht schon passiert.
Du bist der Schönste, der Passende Mensch für mich. 
Ich hab mich umgesehen, niemand ist so vollkommen wie du. Vollkommen und makellos auf deine eigene Weise. Jeder Fehler macht dich liebenswerter. Keiner hat diese Art, die ich so schätze. Du bist nicht vergleichbar mit anderen, denn du stichst hervor. 
Wenn ich ihn ansehe, wird mir warm ums Herz und es beginnt schneller zu schlagen. Ich könnte ihm hundert Mal sagen, wie sehr und dass ich ihn liebe. Es würde dennoch nicht ausdrücken was ich fühle und dadurch würde sich nur der Wert dieser drei Worte verflüchtigen. 
Ich spüre, dass ich dich liebe. Vermutlich sogar mehr, als du bisher geliebt wurdest. Denn ich könnte mir mit niemand sonst das Leben in diesem Ausmaß vorstellen. Und ich liebe dich mit Kopf und Herz. Ich weiß, dass du mich als Einziger glücklich machen kannst und dies auch tust. Ich merke, wie du mich liebst und es tut so gut. Du machst mein Leben schön und erträglicher, durch dich schöpfe ich neue Hoffnung in Allem. 
Ich möchte mit dir hier Arm in Arm sein und seinen Herzschlag hören. Deinen Geruch wahrnehmen, deine Liebe spüren.
Ein Kuss, eine einzelne Umarmung von dir, deine Stimme oder auch nur eine einfache Nachricht. Es bringt mich zum Lächeln, da es von der Person kommt, die mir am meisten bedeutet. Meine Gedanken kreisen um dich und sie kreisen am richtigen Platz. Du warst der Junge von damals, nun bist du mein Mensch für Jetzt.

"Vergiss die anderen Kerle, sie sind alle blass gegen dich. - Du bist Kontrast."




Montag, wir haben den 15.Oktober, 2012. Ich klicke mich ins Facebook, nichtsahnend. 
Öffentliche Meldungen: 17, Nachrichten: 3, Kontaktanfragen: 3
Ich gehe alles normal durch, betrachte die Meldungen, beantworte meine Nachrichten. Doch dann blieb ich verwundert bei meinen Anfragen stehen. 
,,Was, wieso..Wieso habe ich eine Kontaktanfrage von dem?" Ich überlegte, aber bestätigte. Ich dachte nach, was ich nun tun solle. Ich entschloss mich für eine private Nachricht. Als ich das Nachrichtenfenster von ihm öffnete, sah ich unsere letzte Nachricht - sie war von mir. Und nicht nur das, sie war auch verletzend. Im Nachhinein hat mich mein Ausraster selbst verletzt. 
Nun habe ich mich entschuldigt. Wir diskutierten über unsere Schuld, er suchte schon länger nach mir. Es hatte mich verwundert, dass er noch an mich dachte. 
,,Es tut mir leid, dass ich so ein Wichser war. Ich finde es schön, dass wir wieder schreiben und ich dachte eigentlich, dass du mich noch hasst. Deswegen hatte ich ein komisches Gefühl, als ich dich hinzugefügt hatte. Erinnerst du dich noch an das Lied 'Heartbeat'? Es erinnert mich an dich. Du warst bzw. bist immer verdammt wichtig für mich gewesen, ich hoffe, dass ich es dir gerade gut zeige. Du hast mir gefehlt. Es ist so schön, dass ich deine Art wieder mitbekommen darf."
Ich wunderte mich erneut. Er hatte sich anscheinend geändert. Und ich dachte, dass er mich vergessen hätte. Ich fühlte mich schlecht, weil er sich so freute und ich nicht wusste, was ich von dem allem halten sollte. Trotzdem wollte ich noch ein bisschen mehr erfahren, wie es ihm in der Zwischenzeit ergangen war.
,,Süß von dir. Du musst dich nicht entschuldigen, ich hatte große Mitschuld. Und gehasst habe ich dich nie. Mich wundert es dennoch, wieso du trotz dem einen Jahr den Kontakt wieder suchst."
Er antwortete mit "Es waren ein Jahr und 2 Monate. Ich weiß es leider noch ganz genau. Und ich hatte dich die ganze Zeit über in meinem Kopf. Glücklicherweise bist du immer noch das tolle Mädchen in das ich mich verliebt 
hatte. Mh, Ich hab gar nichts mehr von dir... Ich war so mies drauf, dass ich 
dachte wir haben nie wieder Kontakt. Alles was mich an dich erinnert war dieses Lied. "






Leben ist wie erschossen zu werden. 
Du schreist dir die Kehle wund, keiner bemerkt es. Du spürst wie deine Stimmbänder reißen. Und letztendlich kannst du unter dem Tränenfluss nicht mehr richtig atmen. 
Erkläre was du meinst und sie werden nur nicken und lächeln. 
Gehe tiefer darauf ein und sie werden dich verurteilen und meiden. 
Sage was du fühlst und sie brechen dir das Herz. Und dich. Sie werden dich an das offene Messer liefern. Dein Herz brechen ist nicht mehr ihr Ziel, denn sie wollen dich zerbrechen während alle drum herum zuschauen. Du fängst an zu hyperventilieren und langsam auf den Boden zu sinken. Das ist das was sie wollen. Das werden sie jedoch nie erreichen, da du auch schon ohne alle anderen an das Ende gekommen bist.

Aber wieso kannst du es nicht wahr haben? Du versteckst dich immer noch hinter einer perfekten Fassade. Du bist jederzeit glücklich, hast du manchmal deinen schlechten Tag wegen einer schlechten Note. Du lügst jeden an, dass du nur müde bist. Damit es ihnen gleichgültig wird wie es dir geht. Denn es ist auch dir gleichgültig geworden wie es dir geht. 

Er ist überall wohin ich gehe. Jeden Menschen, den ich ich sehe, ist er. 
Der Winter ist immernoch nicht ganz vorbei, wie das ganze Jahr über und ich kann immer noch nicht schlafen. Nach all den verlorenen Stunden, Tagen, Wochen finde ich keine Ruhe. Und diese Wolken werden nicht so leicht verschwinden. Ganz egal ob die Sonne anfängt zu scheinen. 
Ich laufe weg. Ich atme kaum, während ich auf dem Boden liege. Ich bitte dich, nimm mein Herz, wenn du gehst, denn ich brauche es nun nicht mehr. Ich hatte den Fluch, zu viel Zeit zu haben um über alles nachzudenken. Diese Erinnerung bringt mich um. Es wird das letzte Mal sein, diese Vergebung - das ist endlos. 
Auch wenn der Frühling den Regen bringt, sehe ich immer noch dein Gesicht. Und die Wolken sind immer noch da.
Ich bin innerlich am kriechen, meine Knie zeugen davon. Ich krepiere an der Erinnerung, ich kann der Vergangenheit nicht entkommen. 
Erinnere mich nochmals daran, dass ich dich niemals zurück bringen kann. 
Irgendjemand, hilf mir, denn die Erinnerung überzeugte sich selbst davon mich auseinander zu reißen - schmerzvoll und umhüllt mit Zeit.
Und es wird ihr bald gelingen. 

"Ich glaube die Person, die in der 

Menschenmenge heraussticht, die für 

dich immer am hellsten leuchtet, ist die 

Person die du wirklich liebst. Und für 

mich bist du diese Person, die alle 

anderen herabsetzt."


... du leuchtest heller als du denkst.
Höre auf zu fragen, wie es mir geht. 
Denn ich weiß genau, dass du ein Heuchler bist und dich mit der realen Antwort nicht auseinander setzen würdest. Es ist nur Höflichkeit, deine ausgekotzte Höflichkeit.
Frage nie wieder, was ich brauche, denn du wirst es mir eh nicht geben. Nicht zwingend geben können, sondern du wirst es nie, da du nicht möchtest. 
Frage nie, wie sehr ich dich mag, es bedeutet dir nichts.


Und wenn ich traurig bin, frage niemals warum, du würdest eh nicht verstehen, dass du alleinig Schuld bist. Du würdest einfach nie einsehen, dass du mich verletzt. Du bemerkst es nicht einmal und machst weiter. Dass alles dadurch noch tiefer einreißt scheint dich nicht sonderlich zu stören. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich keine Fehler mache, doch ich weiß, dass ich dir gleichgültig werde und du daher nicht berücksichtigst, ob du mich verletzt oder nicht. 

"Du meintest mal, Fingerabdrücke, die du auf den Seelen hinterlässt, verblassen nicht. Gilt das für jeden? Oder war das nur poetischer Scheiß?"

ist es nicht so? 
Ich frage mich, wieso ich ich mich immer wieder darauf einlasse. Es sind Enttäuschung, rausgeschmissene Gedanken und unnötiges Leid. Ich bereue, dass ich mir Mühe gebe und mich um dich kümmere. "Wieso? weil es Liebe ist?"
Es ist diese Kälte die mich verstummen lässt.

"Vieles hat mich geprägt und mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich dachte, es lag in meiner Bestimmung so zu sein, wie ich bin. Ich habe erkannt, was mir gefehlt hatte. Vielleicht war es Liebe, vielleicht auch einfach Vertrauen gegenüber anderen. Ich hatte schon einmal so einen Menschen. Jedoch wurde dieser Mensch mir aus meinem Leben gerissen und dieses schwarze Loch besteht immer noch. Es saugt mich immer noch ein. Dadurch wurde alles nur noch schlimmer, da ich nun endgültig allein war. Ohne Glauben an Reales - so stand ich da. Ich habe immer noch Splitter in mir, doch du hilfst mir. Du hast mich verändert. Ich bin dir so dankbar. Du gibst mich nicht auf. Du meintest, dass ich nie wieder allein sein werde und wenn ich am Ende bin, bist du bei mir. Du schätzt mich und akzeptierst mich, mit all meinen Problemen und Fehlern. Du bist der Mensch, den ich brauche. Und obwohl dir viele so viel mehr bieten können, hattest du dich für mich entschieden. Mit dir habe ich keinen Fehler begangen.
 Es heißt "Es ist unmöglich Jemanden zu finden, der dich niemals verletzen wird. Also such nach Jemandem, für den sich der Schmerz auch wirklich lohnt." 
Bei dir lohnt er sich, weil du es wert bist. Du bist zu viel Wert und bist zu besonders für die Welt. Mich macht allein schon der Gedanke kaputt, wenn ich mir vorstelle, ohne dich zu sein. Vielleicht sind das dann die Menschen, die man wirklich liebt." schrieb sie. Sie zitterte während des Tippens und war sich unsicher, es zu veröffentlichen. Aus diesem Grund klickte sie auf "Entwurf speichern". Damit hatte sie nicht nur ihren Text gespeichert, sondern auch für lange Zeit diesen Menschen. Nämlich ihr persönliches Singular. 
2 Monate. 61 Tage, 87840 Minuten ohne dich. 2 Monate voller Schmerz, Trauer und Schuld. Ich weiß, dass ich dich nie verdrängen könnte, du bist und bleibst mein größter Fund, auch nach deinem Tod. 
Der Tag brennt mir in der Seele. "Ich bin nicht voll schuldig, aber ich hätte seinen Tod verhindern können... ich habe Mitschuld, ich habe ihn umgebracht. Ich wusste was passiert und habe nichts,.. nichts unternommen.", die letzten Wörter waren durch ihr bitterliches Weinen kaum verständlich. "Ich wäre so gerne nahe... ein letztes Mal und das für immer. Ich brauche dich, es tut mir so weh. Ich, ich.." sie fing an zu zittern. Sie erleidet einen Nervenzusammenbruch, es ist erst ihr zweiter in einem Monat. Sein Tod war nicht ihr Ende, sondern der bitterliche Horrortrip in ihr Ende. Zweigeteilt steht sie im Leben und dort neben. Letztendlich sagte er ihr mal "Hör zu. Du bist bei mir. Du wirst nie wieder allein sein. Ich mache alles mit dir durch, auch wenn es mich zerreißt." - Er war zerrissen. 
Nach einer längeren Zeit stand sie auf, holte sich Blatt und Stift und sie fing an zu schreiben.
 "Es tut mir leid und ich liebe dich. Es war diese freundschaftliche große Liebe. Kein Wort der Welt kann jemals beschreiben was du für mich warst. Selbst "Alles" ist noch zu minder ausgedrückt. Du bist mir entglitten und ich werde mir den Rest meines Lebens Vorwürfe dafür machen. Du warst die wichtigste Person in meinem Leben und du wurdest mir entrissen. Da ist nun ein nichts wo ich war."
Es ist so unréel. Ich habe an dich nur noch wenige Bilder, Erinnerungen und mein Einzelstück, welches ich nie ablege und nie ablegen werde. Du bist bei mir - mein restliches Leben.


Nach der Morgenröte kam das unser Tagesgelb. In der Nacht wurden wir blauer als die Farbe selbst, doch jetzt ist alles monochrom. Der Mensch hat Gefühle, jedoch ist er elektrisch, denn seitdem du weg bist, bin ich ohne Strom. 
Es ist wahr, am Ende werden nur Narben bleiben - Die Schmerzen werden klein und groß mit den Jahreszeiten. Irgendwann folge ich dir und auch ich werde auf die Bahre steigen. Du bist und bleibst mein einziges großes Fragezeichen...
Als du das Telefon warfst - Das Telefon dann in Zeitlupe an meiner Schläfe zersprang, als Blut aus dem Riss an der Stirn aufs Paket floss, woraufhin ich ging und mich abends dann so was von weg schoss. Zu dieser Zeit war die schlafende Welt der Nacht unser Spielplatz.
Wie wir uns liebten in Trümmern des Laptops, vom Streit nach diesem auf schreien folgt Liebe. 
Auf weinen folgt ein Gefühl, das süchtig und traurig zugleich macht.
Der Geruch von dir, deine wahren Lügen deine anderen Ansichten, dein Blickwinkel, scharfes Braun, das mich anblitzt. Du warst meine Heimat.
Das was du zu mir sagtest, das was ich erduldet hab, das was ich zu dir sagte, was du verziehen hast - unser gemeinsamer Schmerz verinnigte uns. Wenn das Abendlicht in genau dieser Farbe ist, dann ist dein Loch in der Luft wo du standest. Hörst du mich wo du bist ? Bleib genau da bald komm ich nach, also bleibe wo du bist und warte auf mich.
Im Kokon auf der nächtlichen Autobahn, bei Tempo 200 waren wir sicher und ganz alleine.
Sind die Streifen aus Lichter unsere einzigen Zeugen, denn dachten beide, die ganze Welt kann mich mal! 
Gemeinsame Einsamkeit, 2 Egomanen, zwei wenig Schläfer, ein Melodramen. Du hast deine Schwäche - ein kleiner Helfer der dir half und half bist du nicht mehr du selbst warst.
Als wir uns kennen lernten warst du 3 Jahre älter, als wir uns trennten warst du für immer weg und die Stadt ein paar Grade kälter. Zuviel gezogen, zu viel um irgendwie zu klappen. 
Futter fürs Ego, Anabol für deine psychischen Macken.
Du bist mir entglitten...
Der Fluch der schwarzen Einsamkeit, Tod auf Raten gekauft mit dem Geld deines Lebens.
Ich wollte dich halten, doch war zu jung, war zu dumm, war zu stolz. Auf ihre Art hatten wir beide unsere Nase voll.
Als dein Telefon dann klingelte, mit meiner Nummer, erst mal keiner dran ging, doch beim dritten Mal unter fluchen dann doch, als irgendwer dran war, der fragte "wer sind Sie?" 
- Von ihrem Stiefsohn ein Bekannter.
Sie sagte, ich wäre die letzte Person gewesen, die du vor dem Unfall dann ansahst. Als dein Vater das Telefon an sich riss und sagte, dein bester Freund, mein Sohn, Waffe, Licht, übergroße Leere.  
Sekundenbruchteile, keine Fremdeinwirkung zu finden, Selbstmord, 18.Juni, "Beerdigungslied bitte wünschen".
Dann klicke, Stille bei klingelten Ohren, so bin ich erfroren, im inneren Norden.
Wie ich mich anschrie, wie sich alles zusammenzieht, wie mich jeder Mensch seit dem anklagend ansieht. 
In dem flackernden Kerzenlicht, in meinem Herzen spüre ich dich.
Ich wär gern da wo mein Junge ist - mein eiskalter Engel!
Wie oft ich versucht habe, alles um jeden Preis zu verdrängen.
Deine Sunshine-Lächeln, noch heute sehe ich in Menschenmengen manchmal deine Silhouette. 
Es ist ein tiefer Schnitt wo du warst, doch irgendwas ist da, denn es nicht kein nichts wo du warst. Es ist Licht wo du warst, ein Schimmer, ein ganz kleiner - Ich kann ihn sehen, sonst sieht ihn keiner.
Wenn du auf der großen Party bist, reservier uns den besten Platz, dann reden wir über die Sätze deines Briefes.
Wenn du oben bist, dann wart auf mich im Licht. 
Wenn du unten bist, dann trage dein Funkeln in den Augen. Die Schecks die mein Mund schrieb, waren nicht gedeckt - Ich hab gesucht, doch es gibt niemand der dich ersetzt!
Und ja stimmt wir beide waren nicht perfekt ... so viel Streits, zu viel Unverständliches, doch zu viel nichts. Du warst mein neuer Kontinent ich hab dich entdeckt, wenn ich dich wieder treff, dann gehe ich nicht mehr weg. Dann gehe ich nie mehr weg...



Der Weg auf dem wir liefen war so schön, er war so beruhigend und klassisch. Dort war eine Bank aus Holz, sie war noch nicht verkommen. Möglicherweise war das unser Platz, denn du sagtest mir hier, dass du mich liebst. Doch dieser Ort war nur der Anfang deines Vergehens. Du brachtest mich dazu, dass ich mich selbst hasse. Du gabst mir diesen Hass, spürst und siehst du es? Er bewahrte mich. Durch diese Zerstörungen wurden diese Tränen tödlich, fühlst du das? Ich versuchte es mir immer wieder zurück zu nehmen, wenn du versuchtest zu stehlen. Du fühlst dich schlecht? Du fühlst dich traurig? Ich entschloss mich. Erinnerst du dich? Es war mein Herz, es war mein Leben, es war mein Anfang, doch es war dein Messer. Du stachst dieses Messer in mich hinein. Dieser Kampf - er stirbt, dieses Leben und diese Lügen gehen zu Grunde. Und diese Lungen haben haben dieses Lied schon allzu lang gesungen, es erhellt kein einziger Ton mehr. 
Dein Schmerz war nicht meiner. Dennoch, es ist wahr, ich bin auch verletzt, erinnere dich, ich liebte dich.
Heute habe ich alles verloren. Das einzige was bleibt ist die kalte Erinnerung und das Messer, welches du in mich rammtest. Es fühlt sich immer noch gleich an, der Schmerz ist nicht abgeklungen. Ich war missbraucht, Ich fühlte mich benutzt und das nur deinetwegen. 
Inzwischen wünsche ich mir, ich hätte dich anfänglich aufgegeben und dich niemals vermisst. 
Ich hätte die Worte zurückgenommen als ich dir sagte, dass ich dich liebte, jedesmal wenn wir uns innig waren. 
Ich war besessen von dem Gedanken an dich, dich hat nichts geschert. Der Schmerz wuchs und wuchs! 
Sag, wie konntest du mir das antun? Schau was ich für dich gemacht hatte, es war nie genug und es war die Welt die ich dir gegeben habe. Ich hatte dir meine Welt zu Füßen gelegt, warum hast du sie zertreten? auf sie gespuckt? War dir dafür dein Messer nicht gut genug?
Du machtest mich blutend, krempel meine Ärmel hoch und betrachte die Muster meiner Schnitte. Du hättest diese Narben tragen sollen. Stattdessen trage ich sie und sie überdecken meinen blassen Körper. Mein Herz ziert keine Narbe, dein Messer steckt noch tief darin.
Es scheint so, als wäre alles was wir hatten vorbei - du gingst um dich zu erholen. 


Und deine Tränen sind schon vertrocknen -du liegst einfach da ohne ein Geräusch.
Ich kann mich nur noch umdrehen und mit gesenkten Kopf den Heimweg antreten. 

Für jeden Menschen gibt es zeitgleich einen Menschen, der dessen größte Schwäche ist. Ich bin überzeugt, dass jede Person beim Lesen dieser Zeilen an ihr Kryptonit, an ihre Nemesis, denkt. Wenn ich eine Person, egal wie weh sie mir tut oder egal wie hoffnungslos unmöglich eine gemeinsame Zukunft ist, nicht mehr aus meinem Leben verbannen kann, weiß ich das es um mich geschehen ist.
Es ist nicht so, als wären mir die Superman-Comics oder Filme in irgendeiner Form sympathisch, aber wo sie sonst so platt und schwach sind, treffen sie mit seiner größten Schwäche doch meinen Nerv. Es ist ein simples, nahezu unzerstörbares Naturprodukt, dass ihn schwächen, verletzten und sogar töten kann.
Und genau so verhält es sich für einen liebenden Menschen. Wird seine Liebe erwidert, entwickelt er eine Resistenz, er wird glücklich. Wird seine Liebe nicht erwidert oder überstrapaziert, entfaltet sich die Wirkung seines Kryptonits. Die Sorgen, die Zurückweisung, die Sehnsucht strahlt davon ab und frisst solange an der Seele, bis nichts mehr, aber auch gar nichts mehr vom persönlichen Superman übrig ist. Es gibt keinen Ausweg, keine Hintertür, keine Möglichkeit sein persönliches Kryptonit zu berühren, geschweige denn zu zerstören. Einmal festgesetzt, einmal festgeliebt, kann nur eine für ein junges Leben gewaltige Masse an Zeit es wieder loswerden, bevor man an ein neues gerät.
Eine geliebte Person als sein Kryptonit zu betrachten ist nicht als Verzweiflung, nicht als Abrechnung mit irgendeiner Liebe oder der Liebe zu verstehen, denn es ist auch was den Reiz ausmacht. Eine Person die dich nicht verletzen, nicht zerstören, nicht in das tiefste Loch stürzen kann ist auch nicht in der Lage dich tanzen zu lassen, dich aufleben zu lassen, dich in den Himmel zu heben. Und daher ist es in erster Linie ein Geschenk, eine Person kennenzulernen die einem das Kryptonit, die silberne Kugel, das Anthrax, sein kann. Erst wenn die letzte Hoffnung, der letzte Glaube an eine solche Person erloschen ist, wird es aufhören wehzutun. Doch da man auch das nicht will, hält man fest, klammert sich an jede Aussage, jeden kleinen Wink, der doch noch eine gemeinsame Zukunft suggerieren könnte. An jeden kleinen Halm den man von dieser einen verdammten Person zu fassen kriegt.
Und so sind wir alle Opfer der Strahlung unseres eigenen, persönlich gefärbten Kryptonits. Und wir hoffen, dass es uns erleuchtet anstatt uns zu verzehren.



Ich weiß nicht, warum und wieso es alles passierte, aber was ich weiß ist, dass es überhaupt nicht darauf ankommt, wie sehr du dich anstrengst. Du meintest, das solle ich mir immer merken.
Während du zusiehst wie die Zeit vorbeifliegt, während das Pendel schwingt und siehst wie sie heruntergezählt wird bis zum Ende des Tages, vergisst du, dass sie eine wertvolle Sache ist.

Die Uhr hakt das Leben ab. Es ist so unwirklich - Ich habe mich unten nicht umgeschaut. Ich habe mal versucht sie festzuhalten, doch ich wusste nie wie. Ich habe sie verschwendet, nur um dich gehen zu sehen. Ich habe alles in mir behalten und obwohl ich es versuchte, fiel alles auseinander, was es mir bedeutet hat. Ich hoffe, es wird am Ende die Erinnerung an eine Zeit sein...
Ich habe mich so sehr bemüht und bin so weit gekommen, letztendlich interessiert es aber keinen. 

Ich verlor alles indem ich fiel. Es störte mich an diesem Punkt auch nicht mehr, da am Ende alles völlig egal ist. Ich musste weit blättern um mich selbst wieder dran zu erinnern, wie sehr ich mich bemüht habe für dich, für uns, für nichts. Trotz der Art und Weise, wie du mich verspottet hast, dich benommen hast, als wäre ich ein Teil deines Eigentums, genoss ich unser Kapitel. 


Wenn ich mich an all die Zeiten erinnernd, in denen du mit mir gekämpft hast, bin ich überrascht, dass es so weit gekommen ist. Bei genauem Entsinnen bekomme ich ein Lächeln auf die Lippen gezaubert für unsere Höhen und schnell wieder einen nachdenklichen Moment für unsere Hürden - letztendlich sind wir gescheitert. 
Die Dinge sind nicht mehr, wie sie früher mal waren. Du würdest mich noch nicht mal mehr wiedererkennen.
Nicht, dass du mich früher gekannt hättest, aber am Ende kommt alles zu mir zurück, obwohl du alles in dir behalten hast und obwohl ich es versuchte, fiel alles auseinander. 


Ich habe mein Vertrauen in dich gesteckt und du hast Hoffnung in uns geweckt. Ich habe mich so weit voran gewagt, wie ich gehen konnte und für all das gibt es nur eines, dass du wissen solltest; Danke.



Dein Lächeln war so schön. Du hattest sogar auf der linken Seite ein Grübchen. Dein Lächeln wurde unterstrichen mit deinen nicht zu vollen Lippen und trotzdem gerieten deine dunkelbraunen Augen nicht aus dem Sichtfeld. Sie funkelten immer so schön, wenn du glücklich warst, wie von einem kleinen Jungen dem man einen Lutscher vor das Gesicht hielt. Dich glücklich zu sehen machte mich jedes Mal glücklich. Eigentlich warst du ich und ich du. 
Komisch, dass alles so schnell ein Ende fand. Wir liefen sozusagen eine lange und einsame Straße. Wir sahen niemals zurück, sondern nur uns gegenseitig an oder nach vorne. In uns spiegelte sich eine unzerbrechliche Stärke wieder die beneidenswert war. Letztendlich liefen wir zusammen weiter und sahen, dass unser gemeinsamer Weg kein Ende hat. Irgendwann blinzelte ich für einen Augenblick, der Wind kam mir entgegen und ich stand vor einem Abgrund, indem ich fast zu fallen drohte. Ich sah mich um... du warst weg. Keine Spur gab es mehr von dir. 
Was war passiert? 
Unser offizieller Weg hatte hier nach all den Jahren gemeinsam laufen ein Ende. Meine Beine taten schrecklich weh, doch ich musste weiterlaufen - für dich. Ich fiel zwischendurch immer öfter auf die Knie, doch ich stand immer wieder auf. 
Ich weiß zwar nicht wie lange es dauert bis ich mich ausruhen kann, aber es wird mit dir sein. 


 23.10.1994-18.06.2012 †

Ich weiß, dass du gingst und das mit Erleichterung. Das schlimme daran ist nur, dass mein größter Lebensinhalt ging. Es sticht so sehr. Ich habe mein halbes Leben mit dir verbracht und währenddessen warst du mein Leben. Ich bedanke mich für die wunderschönen Momente mit dir. Du wirst ewig mein Ein und Alles bleiben, auch wenn du nun verwehst.


Abends, circa 23:00 Uhr sitzt sie, mit einem Top und Boxershort, alleine auf ihrem Bett. Das Mädchen unterdrückt ihren Schmerz, ihre Gedanken und ihr Willen verstärkt sich. Sie würde es nie als Sucht bezeichnen, sondern eher als Ausgleich zu einem stressigen Leben. Wenn sie es sich recht überlegt, könnte sie jeder Zeit damit aufhören, doch das wöllte sie nicht. Sie mag es. Nein, sie liebt es.
Ihre Arme sind leer. Alte leichte Narben sind verblasst und nicht auf den ersten Blick sichtbar, daher vermutet niemand, dass so etwas unter ihrer Kleidung sich versteckt. Außerdem ist das ein Ort, an dem es jeder sieht und man volle Aufmerksamkeit dafür kriegt und das wollte sie nicht. Sie wollte schlichtweg, dass niemand bis kaum einer davon weiß.
 Das Mädchen suchte sich vor einer Zeit, als sie wieder anfing, einen neuen Platz - ihren Oberschenkel. Schnitte zählen? Nein, das ginge gar nicht. Sie überritzt ihre Narben immer und immer wieder, damit der Platz gering bleibt und es somit niemand bemerkt. Egal bei welcher Bewegung, sie spürt es. Besonders die tieferen Narben, die Oberflächlichen nimmt sie nicht wirklich wahr. Eine Frage steht noch offen, wieso? Sie macht es, um seelischen Schmerz zu ertränken, denn sie konzentriert sich auf den Schmerz und auf keine seelischen Lasten, auch wenn nur für einen Moment. Zudem ist sie unzufrieden. Fett, hässlich und innerlich auch nicht sonderlich attraktiv, ungeliebt. - das war eine ernst zunehmende Wahrheit. Die, die ihr wahres Ich kennen, würden sie als seelisch unbelastbar oder krank nennen, wobei sie wusste, dass die recht hatten. Sie wussten, dass sie der Tod ihr Nachbar war. Ein Sprung, ein Schnitt, ein Schuss, ein paar Tabletten zu viel, ein Zug zu schnell, eine Sekunde zu gefährlich. Ihr Wunsch schwankte zwischen Zug setzen und Schach Matt sein. Sie ist dem Tod in greifbarer Nähe. 


 Du setzt an. Und das, obwohl du weißt, dass du bluten wirst, körperlich, denn seelisch bist du bereits verblutet. 


Der Regen prasst auf den harten Asphalt. So hart, dass man sein eigenes Wort nicht mehr hört. Ich schaue nach oben, in den grauen Himmel und setzte mich auf den Asphalt ohne meinen Blick von dem Himmel zu wenden. Ich weiß nicht, was hier vor sich geht, dabei durchströmen meine Gedanken tausend andere Einflüsse als der Gedanke, was ich hier mache und machen werde.
Die Landschaft ist melancholisch, einsam und trüb, so als würde sie etwas bedrücken. Nach weiterem umsehen bemerke ich, dass die Bäume alle nach rechts geneigt sind und sie daher so entmutigt wirken. Nun verstehe ich die Worte "Die Natur ist dein Seelenspiegel, finde nur deine Natur im Meer". Der Regen wird schwächer.
Es war der richtige Zeitpunkt, dachte ich. Ich nehme aus meiner Jackentasche einen Umschlag hervor, der bereits geöffnet ist, ziehe den Brief heraus, lege ihn auf meine Knie und streiche ihn glatt. Ich habe diesen Brief schon etliche Male gelesen, ihn einfach nur angestarrt und über ihn geweint. Ich kannte den Text schon, aber las ihn immer wieder, doch jetzt starre ich ihn nur an. Probleme, Schlussstrich, Schock, Schmerz, Engel, Leben - die Worte stechen mir förmlich ins Auge. Ich konnte die Augen nicht davon lassen und las ihn wieder und wieder und wieder. Ich kämpfte den kompletten Text gegen einen Nervenzusammenbruch, doch bei den Worten "[...] Mich kann nichts von dir trennen, selbst der Tod nicht... Ich liebe dich über alles und wie es sonst nie wieder jemand kann. Du bist weiterhin mein Mädchen", war ich nicht mehr zurechnungsfähig, denn mein Leben hatte kein Leben mehr, mein Leben hatte sich ein Ende gesetzt. Der Regen beginnt wieder und bildet einen Einklang mit meinem Zustand.
Ich packe den Brief wieder in den Umschlag und steckte ihn ein, damit er nicht nass wird. Ich sehe mich noch einmal um, sehe niemanden und stehe auf. Langsam fange ich an zu laufen, immer schneller, doch hab kein striktes Ziel vor Augen. Ich bleibe plötzlich auf einem Landweg stehen. Ich schreie so laut wie ich kann und renne, als ging es um mein Leben. Einfach nicht umsehen, nur so schnell rennen wie man kann, vielleicht um sich auszupowern, vielleicht um zu entfliehen. Der Schmerz wird ewig bleiben, auch wenn ich ihn versucht habe zu verdrängen.


Ich wünschte, ich könnte dir nochmal sagen, was du für mich warst. Einfach, dass du mein Leben warst und das Ende in greifbarer Nähe ist, da du gingst. Immer noch deine Liebe im Herzen, nur das Dumme ist, das ist einer der wenigen Dinge, die ich noch von dir habe. Es ist schwer, einen glücklichen Menschen zu mimen, obwohl man diesem Menschen ein Ende gesetzt hat, eine Lebensfrist. Ich weiß noch wie es war, als du mir deinen Abgang erklärt hattest, Tränen in den Augen hattest, meinen Kopf in die Hände nahmst, mir einen Kuss auf die Stirn gabst und mir in einem ernsten Ton sagtest, dass du mich liebst. 
Jede Sekunde wünsche ich mir nur, dass es dir gut geht und du nun endlich glücklich bist.
 23.10.1994-18.06.2012 † 
Mein Gegenstück, mein Glück, meine freundschaftliche große Liebe! Du warst alles für mich und wirst es ewig bleiben. 
Marco, ich liebe dich über alles.


"Setz dich, lass uns reden, Liebste. Ich spüre von deiner Seite aus Liebe, Enttäuschung, Wut, Trauer und einen Drang. Was ist los?" sagte er, während er sich gerade auf einen Stein setzt. ,,Hier ist kein Mensch, die Wiese gehört allein uns, also rede bitte mit mir. Ich möchte mit dir reden."
,,Okay. Frage nicht, was los ist. Du bist der Grund und das weißt du auch." sagte sie leise. Er nahm sie in den Arm und spürte ihre Emotion rein körperlich. Er unterdrückte seine Tränen und sah sie an. Sie konnte sie nicht mehr unterdrücken und er an diesem Punkt auch nicht mehr. ,,Es tut mir so leid, mein Engel. Es tut mir so unheimlich leid, was ich dir antue..Es macht mich so fertig, ich möchte das nicht, also das es dir so schlecht geht. Aber alles hat mal ein Ende.. außer das mit uns. Ich bleibe ewig bei dir, ob du das willst oder nicht. Nur nicht hier, sondern da." Er zeigte auf den leicht bewölkten Himmel. Er hatte nun offiziell mit sich abgeschlossen. Während sie die ganze Zeit auf diesen einen Grashalm starrte, stand er auf, rückte sein Hoodie zurecht und streckte ihr seinen Arm aus. ,,Komm Kleines, gehen wir zu mir." sprach er in einem beruhigendem Ton. 
Als sie bei ihm waren, zog er sich um. Er wechselte den Hoodie gegen ein normales Shirt und mimte dabei Schmerzen. Der Moment, indem er Oberkörper frei war, brannte sich in ihren Kopf hinein. Sie war so perplex, doch sie sprach ihn kleinlaut darauf an. ,, Oh Heiland...  W-was hast du bloß mit dir gemacht..." sie schaute ihn voller Sorge an und wartete auf eine Antwort, die nicht fiel. Er zog sich fertig um und setzte sich daraufhin ihr gegenüber auf das Bett, sein Blick war der traurigste Blick, den sie je von ihm sah. Sein Körper war von tiefen Wunden, mache lang und tief und andere wieder kurz und minder überzogen, und von Hämatomen, die im Bereich Rot, Dunkelrot-Blau, Braun-Schwarz und Gelb-Braun lagen. Das Rot zeigte sein neustes Vergehen. Er machte nicht mehr lange, das wusste sie. Es tat ihr noch mehr weh als ihm und das wusste er. ,, Du weißt, dass du dir helfen lassen solltest" flüsterte sie. ,,Ja, weiß ich. Du weißt aber wiederum, dass ich es nicht zulasse" seufzte er. ,,Hey, hör mal. Ich mache heute etwas und du bekommst es dann, aber bitte mache damit was ich sage, Ok?" Sie antwortete bedenklich mit einem ,,Ok".
,,Du bist ein Engel."
-,, Du bist dann einer.."
,,Dann, aber dann bin ich nur deiner."



Nur noch einen Augenblick, mehr brauche ich nicht mehr. Dieser eine Augenblick ist alles, was noch nötig ist. Es ist wie bei verwundeten Soldaten, die dringend Hilfe brauchen. Ich brauche Zeit um mich zu öffnen und um ehrlich zu sein. Dieses Mal flehe ich dich an, bitte gehe nicht weiter drauf ein, weil ich es nicht so meinte. Ich kann nicht glauben, dass ich gesagt habe, ich würde unsere Liebe aufgeben. 
Aber es spielt keine Rolle, weil ich es mir jetzt verziehen habe. Jeden Tag verbringe ich woanders. 

Meine Seele ist umgekrempelt und es muss irgendein Weg geben, wie ich mich mit dir versöhnen kann, irgendwie. Jetzt weißt du, dass ich für dich kommen würde. Nämlich für niemanden, außer dich. Ich würde es tun, aber nur, wenn du es mir sagst. Ich würde für dich kämpfen und lügen, es ist wahr. Ich würde selbst sterben für dich. Du weißt, dass ich immer für dich da bin.

Ich war blind, aber jetzt kann ich wieder sehen. Mein Geist war tief verschlossen, dennoch glaube ich jetzt wieder. Nun weiß ich endlich, was es heißt, jemanden hereinzulassen um seine andere Seite zu entdecken, das kein Anderer getan hat oder jemals tun wird. Also, wenn du immer verloren bist und dich ganz alleine fühlst, denke immer daran, dass ich ewig suchen würde nur um dich nach Hause zu bringen. Hier und jetzt. Ich schwöre es.
Es ist egal, was mir in den Weg kommt, solange in mir noch ein Fünkchen Leben ist. Egal was, vergiss das nicht. Ich mache alles, damit du dich nicht alleine und unverstanden fühlst. Ich würde für dich die ganze Welt durchkriechen. Einfach alles tun, was du von mir willst. 
Ich hoffe, du weißt, dass ich immer für dich da bin. 



Ich sitze mit dem Rücken an die Wand gelehnt auf dem Boden und blicke in die Leere. Meine Beine sind an meinen Körper gezogen, mit den Händen und voller Kraft stütze ich mich auf den Boden ab. Der Mund ist leicht geöffnet und ich atme aufdringlich. Meine Kehle schmerzt, meine Handgelenke pochen. Es ist völlig still und kalt. Ich spüre etwas kaltes und schmerzhaftes vereinzelt an meinem Körper.  Das Atmen wird leiser und immer leiser und der Mund schließt sich. Ich erschrecke mich, obwohl hier nichts ist. Was ist los hier?
Ich genieße es. Solche Momente sind gepaart mit fürchterlichem Schmerz und innerlichen Befriedigung. Ich gehe in meinem Kopf die Momente durch, die mich endgültig zu diesem Punkt hier gebracht hatten. ,,Ich habe es getan... ich weiß nicht." sagte ich, während die Worte in meiner Kehle schmerzten. ,,Ich muss mich langsam entscheiden. Es kann nicht so weiter gehen. Ich will die alle nie wieder sehen, die verstehen mich nicht. Ich meine, ich bin Okay, es ist halb so wild."
Ich wusste, dass ich mich in diesem Moment anlog.
 Nichts war okay. Weder es, noch du, noch ich.